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Wir fühlten uns begehrt. Und ein bisschen wie Tiere im Zoo. Teils gespannt, teils freudig, teils ungläubig begafft. Am Ende aber spazierten sie meist mit einem Lachen und Lächeln davon, die Besucher des Reisefieber Camperdays. Wir auf einer Wohnmobil Messe für zukünftige Vanlifer. Nicht als Gäste. Als Anschauungsobjekt. Der Van und wir in der Auslage. Was für Messepromotoren und Staubsaugervertreter dieser Welt Alltag ist, war für uns Neuland. Und: Es war einfach genial. Ein Spaß und eine schöne Premiere mit vielen spannenden Begegnungen.

Gelungene Premiere

Als wir so gegen 19 Uhr alles verstaut hatten und den Parkplatz am Aschauerweiher in Bischofswiesen verlassen hatte, merkte ich erst, was wir heute alles geschafft hatten. Ich war kaputt, müde, ausgelaugt. Die Stimme lädiert, der Hals kratzte. Aber da war auch dieses Gefühl. Dieses Fröhlichkeit und Dankbarkeit. Dieses „Boah, wie geil war das denn bitte?“ Ich war erfüllt. Was für ein toller Tag. Eine mehr als gelungene Premiere – sowohl für den Camperday als auch für uns.

Dass dies so wurde, liegt sicherlich an dem tollen Einsatz und Ideenreichtum der Organisatoren, der Reisefieber Crew. Was das kleine Team des lokalen Reisebüros dort am Weiher-Parkplatz auf die Beine gestellt hatte, braucht den Vergleich mit den großen Reise-Messen nicht zu scheuen. Dort völliger Überfluss, hier Fokus. Wenn wir zurück denken an die f.re.e Reisemesse in München, hätten wir am Camperday in Bischofswiesen an Information sicher mehr abgeholt als in der bayerischen Hauptstadt. Speziell wenn wir die Idee haben würden, mit einem Campervan in die große, weite Welt aufzubrechen. Äh, Moment…

Camper, Vans, Spaß und Fernweh

Auf dem Camperday war für Miet-Campervan-Freunde wirklich alles da: Sowohl die Dickschiffe und Luxusliner unter den Wohnmobilen als auch die flexiblen, kleinen Umbaucamper von Jucy oder Spaceships Camper, die uns persönlich näher sind, waren ausgestellt.Jucy Camper am Camperday in BischofswiesenSpaceships Camper am Camperday in Bischofswiesen

Letzterer mit dem cleveren Knubbelsack an der Heckklappe scheinbar direkt aus Neuseeland importiert. Neuseeland-Nummernschild, rechts das Lenkrad, mit Original WOF Sticker (so etwas wie die Neuseeland-TÜV-Plakette) und dem unnachahmlichen, mir noch sehr bekannten Geruch der Mietwagen-Innenraum-Duft-Sprays down under. Scheinbar haben alle Rentals da unten nur eine Sorte.

Wer also mal tatsächlich und im wahrsten Sinne des Wortes hineinschnuppern wollte, was das beste Mietmobil für einen selbst wäre, der konnte dies an diesem Tag auf der kleinen, aber feinen Wohnmobil Messe hervorragend tun. Fernweh und Abenteuerspirit inklusive.

Daneben Rahmenprogramm. Vanlife-Style, eh klar. Ein Ami-Schlitten als Fotobus, um verrückte, kleine Bilder als Erinnerung an diesen Tag zu schießen, Stockbrot am Lagerfeuer, ein Kinderprogramm mit Schminken, Show-Cooking am Camper-Herd sowie Live-Musik. Und ja, genug Platz für die WederJungs, um den Ball rauszuholen und mit anderen Jungs eine Runde zu kicken. Fotobus am Camperday in BischofswiesenKaspar am Lagerfeuer mit Stockbrot bei der Wohnmobil Messe

6inaVan zum Anfassen

Ja, und dann waren ja auch noch wir. Da, um zu erzählen, wie es so ist, das Vanlife mit Kindern. Der WederStyle. Unsere Art zu Reisen. Mit vier Kindern im Van. Wie wir das machen und warum es für uns so funktioniert, wie es funktioniert.

Auch das schien zu passen. Unser VW California Beach ergänzte und komplettierte das Feld der vorwiegend amerikanisch und ozeanisch angehauchten Campervans. Allein deshalb schon brachten wir einen gänzlich neuen Aspekt in die Wohnmobil Messe. Nicht zu reden von den Geschichten, die wir über unser Vanlife und unsere Touren, allen voran der #CEEtour17, erzählen durften.Im Gespräch mit Besuchern der Camperday Wohnmobil Messe in Bischofswiesen

Die Jungs waren voll dabei. Nicht nur, dass sie sich beim Rahmenprogramm austoben konnten. Als ich mir meine erste, echte Pause nahm und um halb drei in Eile ein paar Spareribs zwischen die Backen schob, nahm Kaspar kurzerhand am Stand das Heft in die Hand. Er zeigte den Besuchern den Van und plauderte angeregt über unsere Reisen. Und auch Emil war in seinem Element.Emil im Gespräch mit Besuchern der Wohnmobil Messe in BischofswiesenKleiner Wehrmutstropfen zwischen all dem Camperday-Trubel: Unsere schicken Vorträge, die Franzisca und ich gemeinsam vorbereitet hatten, fielen ins Wasser. Nicht aufgrund des Wetters, das tagsüber gut aushielt und sich erst gegen Ende von der regnerischen Seite zeigte, sondern weil es nicht passte im Van-Reigen der Wohnmobil Messe. Es war einfach so viel geboten, dass das völlig unterging. Zumal die Vorträge dann natürlich thematisch noch dazu eine recht spezielle Zielgruppe ansprachen. War aber nicht weiter dramatisch, weil wir sowieso kaum zum Schnaufen kamen. Haben wir unsere Erlebnisse einfach am WederVan erzählt.

Drei Dinge, die wir von der Wohnmobil Messe mitnehmen

Für uns war der Reisefieber Camperday ein Spaß. Und ein Versuchsballon, den wir steigen ließen. Schaffen wir das zu sechst? Wird es den Kids langweilig? Wie reagieren die Leute auf uns? Wir können wirklich sagen, es war eine tolle Veranstaltung. Rund und abwechslungsreich. Auf der Heimfahrt nach Klagenfurt gab es viel zu bequatschen und Revue passieren zu lassen. Hier unsere Learnings, die wir von unserem ersten Messeauftritt als 6inaVan vom Camperday am Aschauerweiher mitnehmen:

Sei gut vorbereitet!

Wir haben uns wirklich ins Zeug geschmissen für unseren ersten Auftritt. Wenn schon Test für uns, dann richtig von A bis Z ausprobieren – so die Devise. Sticker hatten wir ja schon. Dazu kamen Visitenkarten mit Ständer, ein schnell aufzubauendes, leichtes Karton-Messepult von the thinKing und ein Leuchtkasten mit entsprechenden Buchstaben-Sets. Die Tafel musste mit für die „Aufbauchallenge light“. Dazu noch Notebook und Bildschirm. Sind ja da wegen des Blogs – und das will ja präsentiert werden. Sicherheitshalber dazu die Kabeltrommel für den Strom. Fertig. 6inaVan Stand auf der Wohnmobil Messe Camperday in BischofswiesenAusgezahlt hat sich eigentlich alles davon, missen wollen wir nichts. Nur hier und da müssen wir optimieren. Speziell bei der Präsentation des Blogs. Als die Sonne raus kam, war der Kontrast im Sonnenlicht viel zu schlecht. Zudem wurde das Notebook heiß. Und das Pult, das ist nun aufgrund des aufkommenden Regens um 10 Zentimeter kleiner. Wetter bzw. Sonnenschutz gehören besser durchdacht.

Sei interaktiv!

Mit offenen Armen haben wir die Besucher empfangen und eingeladen, einen Blick zu riskieren – und das war prima. Das Eis war gebrochen, die Gespräche liefen. Dazu half auch die „Aufbauchallenge light“, die wir uns als interaktives Element überlegt hatten. Die Frage: Wie schnell lässt sich der WederVan in den Schlafzustand bringen?

Was wir als Spaß und Jagd nach dem Rekord am Campingplatz machen, haben wir also einfach die Besucher der Wohnmobil Messe machen lassen. In der Schmalspur-Kurz-Version. Dreier-Bank verrücken und umklappen sowie das Fahrerhaus verdunkeln waren die Aufgaben. Kam richtig gut an – auch wenn teilweise Überredungskünste notwendig waren. Ein Junge versuchte sogar drei-, viermal hintereinander, die Bestzeit zu schlagen. Am Ende schnappte sich aber Daniel mit einer Zeit von 1 Minute 18 Sekunden den ersten Preis. Tafel zur 6inaVan Aufbauchallenge in Bischofswiesen

Es klappt mit Kindern.

Den Jungs galt unsere größte Sorge. Die jedoch war dank des tollen Settings des Camperday unbegründet. Sie waren den ganzen Tag beschäftigt, halfen mit, waren mit Feuereifer dabei. Und wenn sie ihre Auszeit brauchten, dann konnten sie sich diese auch nehmen. Oder Franzisca war da, wenn etwas unrund war wie beispielsweise bei einer Motzattacke von Xaver, da er aufgrund des Trubels zu wenig Zeit beim Mittagsschlaf verbringen konnte. Fazit: Es klappt mit den Kids. Und dass wir solche Erlebnisse gemeinsam durchleben können, freut uns eigentlich am meisten.Emil und Xaver gönnen sich eine Auszeit auf dem Camperday in Bischofswiesen

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Wir fühlten uns begehrt auf dem Reisefieber Camperday in Bischofswiesen. Wir als Blogger auf der Wohnmobil Messe für Vanlifer. Der Van und wir in der Auslage. Zum ersten Mal. Und: Es war einfach genial. Ein 6inaVan Erlebnisbereicht eine Messe-Premiere mit spannenden Begegnungen und echten Learnings.

Disclaimer: Dafür, dass wir auf dem Camperday einen Vortrag halten, haben wir vom Veranstalter eine finanzielle Unterstützung bekommen. Dass und ob wir darüber berichten, war uns völlig frei gelassen. Wir machen es dennoch, weil es eine tolle Erfahrung war, die uns noch dazu Spaß gemacht hat. 

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