vier + 5 =

13 − eins =

Roll Tide roll! Und wir rollen mit! Seit 2008 folgen wir der Crimson Tide, dem ziemlich erfolgreichen College-Footballteam aus Alabama, USA. Und warum? Weil wir sie live erlebt haben! Und wie! Mein 4-wöchiger Lehrauftrag an der University of Alabama, genauer gesagt dem College of Communication and Information Sciences, Austauschdepartement des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft an meiner Heimatuniversität in Klagenfurt, hat uns in den US-amerikanischen Südstaat gelockt. Und nachdem Lehren und Leben, Forschen und Familie, Erziehung und Erleben für uns einfach zusammengehören, sind wir eben 2008 mit dem 9 Monate alten Kaspar losgezogen. Los in die klingende, aber für uns zuvor völlig unbekannte Stadt Tuscaloosa.Alabama Universität in Tuscaloosa, Frau Professor und Kind

Tuscaloosa – eine Stadt zum Ankommen

Tuscaloosa, das ist Südstaaten-Flair. Das ist die Hometown von Mercedes in Amerika. Das ist „Sweet home Alabama“ und „pure nature“ am Black Warrior River. Tusaloosa ist eine Universitätsstadt, die sich den Namen „Tushka“ (in der Sprache der Choctaw Indianer: Krieger) und „lusa“ (schwarz) wahrlich verdient hat. Allerdings erst, nachdem wir dort waren: 2011 war die 90.000 Einwohner Stadt eine der am schwersten getroffenen Orte eines Tornados.

Für uns jedenfalls war die Stadt ein besonderer Ort, an dem wir an unserer ersten, großen Auslandsstation mit Kind wahrlich ankommen konnten. Ankommen bei unserem „Host“ Gary, dem Austauschprofessor, dessen Bart Stefan offenbar nachhaltig inspiriert hatte. Immer wieder ankommen nach unseren verlängerten Wochenendtrips nach Memphis, Nashville, New Orleans oder Orange Beach. Oder aber Ankommen nach den kleinen Ausflügen zwischendurch. So beispielsweise ging es an den Holt Lake, in die Jack Daniels Distillery oder nach Atlanta mit Cola-Museum, Olympic Park und Aquarium. Und, ja, ebenfalls einen Tagesausflug wert war uns damals ein wirklich amerikanisches Outlet-Center. Huuuuuge!!! Das Shopping jedenfalls war äußerst erfolgreich.

Dazwischen bedeutete Tuscaloosa für mich selbst noch mehr Neues, beruflich wie privat. So durfte ich das erste mal auf Englisch unterrichten. Ich konnte die ersten Schritte von Kaspar in seinem neuen Oshkosh-Gap-Outfit (danke, Outlet-Center) erleben. Und ich bin zum ersten Mal nach der Geburt eines Kindes wieder nur zu zweit mit Stefan ausgegangen (ist übrigens sehr zu empfehlen, der „historic breakfast place“, das Waysider).

Ganz in rot, nein, crimson…

Im Stadion von Tuscaloosa Alabama

Natürlich haben wir auch den Nationalsport Nummer 1, American Football, hier in der College-Version, live miterlebt. Und wie! 100.000 Menschen in einem Oval. Zusammengepfercht, ausgelassen, relaxt und voller Begeisterung für das eigene Team. Beeindruckend war nicht nur die Flut aus roten Trikots und Fanartikeln. Viel lustiger waren fast die mit dem großen geschwungenen „Alabama-A“ gebrandeten Satellitenschüsseln vor den Zelten, Pavillions und Grillplätzen auf der Fanmeile. Oder besser Fanmeilen, denn diese spannte sich vom Footballmuseum hinweg über den ganzen Campus der Universität bis zum gigantischen Stadion.

Für Kaspar das Highlight war wohl die Million Dollar (marching) Band im Stadion. Fetzig. Bei so lautstarkem Anfeuern wundert es nicht, dass die „Blutrote Flut“ bei diesem Spiel einen Sieg für Alabama feierte. Und mitfeiern geht nur stilecht: Beinahe wäre ich Besitzerin eines der schwarz-weiß-gekästelten, legendären Kult-Hüte in Erinnerung an die Football-Trainerkoryphäe „Bear“ Bryant geworden. Habe mir aber dann doch „nur“ eine Alabama-Sweatshirt-Jacke geleistet. Die trage ich bis heute. Mit vielen schönen Erinnerungen an eine Stadt, in der ich beruflich wie privat mit vollem Herzen angekommen durfte.Hut von Alabama-Coach "Bear" Bryant aus Tuscaloosa

 

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