13 + sechzehn =

fünf + elf =

Kennt ihr Packesel? Dieses lustige Stapelspiel, wo auf dem schmalen Rücken eines Holzesels kleine Stäbchen aufeinander getürmt werden müssen, ohne dass der Turm umfällt. Mit 6inaVan haben wir das Spiel auf ein neues Level gehoben. Packesel reloaded live sozusagen. Unser Esel ist der WederVan, wir selbst sind die Stäbchen. Das Thema: im Wohnmobil übernachten. Jede Nacht im Van stapeln wir uns zum Schlafen. Je größer die Jungs werden, desto wackeliger der Weder-Turm. Doch so sehr das auch von Zeit zu Zeit schwanken mag, umgefallen ist das ganze Konstrukt noch nicht. Das hat mit einer ausgeklügelten Liegetaktik zu tun.

Dank umgeklappter Sitze im Wohnmobil übernachten

Im Wohnmobil übernachten: Bushoheit für große Kids

Ob ihr es glaubt oder nicht: Wir haben ein Obergeschoss im WederVan. Zwei, drei Handgriffe – und das Dach unseres VW California Beach verwandelt sich in eine schicke Liegefläche. Also bequem im Wohnmobil übernachten. Queensize. Der Lattenrost und die integrierte Auflage sorgen für den größtmöglichen Komfort, den wir uns für einen Van wünschen können. Wirklich clever gelöst.

Einzige Schwierigkeit: Das Abo auf die besten (Schlaf-)Plätze im Van ist schon dauer vergeben. Unsere beiden großen Jungs beanspruchen diese für sich. Genug Platz als Rückzugs- und Beobachtungsposten unter den Sternen, den beiden seitlichen „Reißverschluss-Gucklöchern“ sei Dank. Ist auch praktisch für uns als Eltern. Verstauen, gute Nacht wünschen und gut ist. Und wir haben noch ein paar schöne Nachtstunden für uns draußen oder im „Vanerdgeschoss“ (ok, zugegebenermaßen meist nur noch Minuten, aber immerhin).

Oben hochgeklappt - so geht im Wohnmobil übernachten

Ausgeklappt und eingeklappt schlafen

Zwei Kinder verstaut, bleiben also noch zwei Erwachsene und zwei Kleine. Und der Raum „unten“ im Van. Die Essentials sind schon vorhanden: Sitzbank zum Umlegen und Ausklappen sowie die Bettverlängerung, von VW Multiflexboard genannt, im Kofferraum. Ergibt zusammen mit den noch vorhandenen beiden Einzelsitzen eine prima Fläche, wieder Queensize.

Auch wenn die VW-Ingenieure ihr bestes gegeben haben, um die Balance zwischen Sitz- und Liegekomfort herzustellen, wäre dieses Klappkonstrukt ohne Auflage per se etwas unbequem für unsere alten, geschundenen Knochen. Also kommt bei uns eine IKEA-Klappmatratze von einem alten Gästebett drauf. Gut, Prinzessin auf der Erbse darfst Du nicht sein, und Beinchen leger aus dem Bett rausstrecken und richtig ausbreiten ist zwar auch nicht mehr im Van, aber nach ein paar Nächten haben wir uns alle wieder an die eingeklappte Lage und die nahen Wände um uns herum gewöhnt. Unser Königreich. Und Xaver, der kleinste Weder, wird zwischen uns beiden Erwachsenen eingeklemmt, inkl. kurze Wege zum Ort seiner nächtlichen Naschgelüste aka Mamas Brust.

Unten im WederVan im Wohnmobil übernachten

Exklusiv im Fahrerhaus

Und Emil? Er bekommt einen Exklusivplatz im Fahrerhaus. Dazu haben wir eine eigene Konstruktion entworfen. Nein, nicht selbst, sondern nachgebaut. Hatten wir einmal (durchaus etwas professioneller umgesetzt mit echten Holzlattengestell) auf YouTube gesehen und nachzuahmen versucht, WederStyle.

Jedenfalls braucht es bei unserer Bastelanleitung nicht viel: Vorhänge, Expander, eine Matratze aus dem Kinderbett und ein paar Minuten Aufbauzeit. Expander in die Vorhangschlaufen gezogen, fixiert an den Handgriffen oben links und rechts und einfach lässig vor Lenkrad und Armaturenbrett herunter auf die beiden Vordersitze geworfen. Die Matratze eingelegt, so dass eine gewisse Spannung auf den Expandern vorhanden ist, diese aber nicht gleichzeitig die Handgriffe abreißen. Fertig.

Schlafen im Fahrerhaus

Sicher nicht das Stabilste, aber absolut in Ordnung. Und vor allem wenig Packgewicht und Volumen. Zusätzlicher Vorteil: Sollte mal eine Nacht unruhiger werden und er nicht schlafen, krabbelt er einfach nach hinten zu uns. Dann kuscheln wir zwar wirklich eng zusammen, aber ist ja meist nur für die restlichen paar Stunden bis zum Aufstehen. So geht 6inaVan – im wahrsten Sinne des Wortes.

Update, Juni 2018:

Die Kinder wachsen und wachsen. Xaver ist Franziscas Brust schon seit einiger Zeit entwachsen. Wie auch dem Platz, dem wir ihm zwischen uns auf der umgeklappten Liegefläche zugestanden haben. Für uns Großen kein Spaß mehr. Bei einem solchen „Lackel“ und seinen dynamischen, nächtlichen Streck-Spielen könnten wir sonst kein Auge zu tun. Also haben wir unser Stapel-Spiel wieder adaptiert und optimiert.

Heißt: Mittlerweile ist einer der beiden einzelnen Mittelsitze raus. Zugunsten des Platzes im Innenraum. Entgegen der Möglichkeit, noch jemand mitzunehmen. Der WederVan ist nun gänzlich WederVan. Alle Plätze sind besetzt. Und der Platz, der frei wurde, wird nun genutzt, um Xaver dort eine eigene Koje zu bauen. Noch mit Isomatten und Decken. Aber auch er soll eine passende Matratze bekommen.

Diese Saison wird es definitiv noch funktionieren, das mit dem „Six in a Van“. Sowohl beim Fahren als auch beim Schlafen. Das mit dem im Wohnmobil übernachten. 2019 werden die Karten neu gemischt. Und dann wird ein Anbau, wie auch immer dieser aussieht, wohl unausweichlich.

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Eine Familie im VW California. 6 Leute, 2 Große, 4 Kleine. Das soll gehen? Aber klar. So stapeln wir uns in der Nacht im Wohnmobil. Ein 6inaVan Campingtipp.

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