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Es begann alles vor mehr als 20 Jahren, lange vor den Weders, lange vor 6inaVan. Klasse 10, mein vorletzter Schultag, Englisch. Und ein verführendes Angebot von meiner Englischlehrerin. Nein, nichts Schlüpfriges, aber ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte: Schüleraustausch Bayern mit Australien. Auswandern Australien, Auswandern auf Zeit. Die Aussicht: Drei Monate dort, leben bei einer Familie in South Australia. Einziger Haken: Zum Entscheiden und Einreichen der Unterlagen blieben noch genau zwei Tage, ZWEI.

Long story short: Sechs Monate später war ich in Down Under. Zum ersten Mal alleine weg von Zuhause. Zum ersten mal auf eigenen Füßen. Zum ersten Mal auf mich gestellt. Und auch wenn es durchaus kitschig klingt: Dieser eine Tag, als Frau Basu-Biber (so der Name meiner damaligen Englisch-Lehrerin) mit dem Angebot in die Klasse kam, war der Beginn einer neuen Ära. Der Beginn eines neuen Stefans. Der Beginn einer neue Liebe. Und der erste Funken, der in mir wohl das Feuer für 6inaVan legte. Nach Australien auswandern? Noch nicht. Aber darum würde ich es tun.

Natur, Sonne und tolle Menschen

Insgesamt fünf Mal war ich seit meinem ersten Mal in Australien – alleine, mit Freunden, mit der Familie. Im Bus, im Campervan, im Wohnmobil, im Auto und auf dem Motorrad habe ich den roten Kontinent erkundet. Australien ist für mich zu einer zweiten Heimat geworden. Und es ist eine besondere Beziehung, die wir auch als Familie, die wir als 6inaVan mit Australien pflegen. Großen Anteil daran haben drei Dinge: eine grandiose, einzigartige Natur, sonniges Wetter und meine „Austausch-Familie“, die Lockwoods. Und die uns treiben, das Projekt „Auswandern Australien“ nicht aus den Augen zu verlieren.

Australien ist für mich ein Wort: RAUS. Zugegeben, auch die Städte haben ihren Reiz. Doch erst im Outback schlägt das wahre Herz des Kontinents. Was für manche Kilometerschrubben und die wahr gewordene Langeweile sein mag, beschreibe ich als einen der besten Reisetage in meinem Leben: Rund 1.200 Kilometer im Campervan von Alice Springs nach Kathrine und dem Kakadu National Park.

Los vor dem Sonnenaufgang, angekommen kurz vor Sonnenuntergang. Freiheit und Himmel überall. Kilometerlang keine Menschenseele. Hinter dem Lenkrad eines Wohmobils fühlst du dich wie der König der Strasse, der König der Welt. Absolute Ruhe hat sich in den wenigen Quadratmetern im Inneren des gemieteten Campervans eingestellt – und das, obwohl wir zu dritt unterwegs waren. Keine Ablenkung, kein Entertainment. Nur du und die Straße. Die Gedanken fliegen, eine wollige Leere und eine durchdringende Wärme erfüllen dich. Von draußen klingt nur das Rollen der Reifen auf dem Asphalt ins Innere. Ein Traum. Für mich.

Auswandern Australien: Wegen diesen Straßen im Outback

Projekt „Auswandern Australien“? Ein Land neu durch Kinderaugen

Diese Begeisterung für das Reisen, für das Land wollte ich auch unseren Weder Jungs weitergeben – nur um festzustellen, dass das nicht so funktioniert. Zweimal waren wir bereits Down Under mit den Kids. Einmal Adelaide und Outback, einmal Tasmanien sowie Melbourne nach Adelaide und zurück – hin entlang des Murray Rivers, zurück entlang der Great Ocean Road. Kilometer haben wir auch bei diesen Touren mit den Kids geschrubbt. Was sich aber verändert hat, sind die Prioritäten. Der Tagesrhythmus hat sich an die Bedürfnisse der Kids angepasst, Pausen wurden länger, und absolute Ruhe gab es nur nachts.

Bin ich deshalb traurig? Nein, überhaupt nicht. Australien hat und wird für mich immer seinen Reiz haben, den wir nun gemeinsam neu entdecken. Australien durch Kinderaugen. Immer wieder. Und mit dem Vorsatz, das in Zukunft immer öfter zu tun. Auswandern Australien als Ziel? Gerade die unnachahmliche Natur und die Art der Menschen, das Leben zu leben, zieht mich unweigerlich in den Süden.

Doch reicht das? Bislang haben wir erst Erfahrung mit Auswandern auf Zeit. 1 Jahr in Neuseeland. Auch von dort kamen wir wieder zurück nach Österreich. Es hat einfach noch nicht gepasst. Noch nicht? Wie werden sehen, wo uns unsere Familiengeschichte noch hinbringt. Australien jedenfalls steht in der Liste unserer und speziell meiner Lieblingsländer ganz weit oben.

Die beiden Weder-Jungs beim CampenTankstelle im Outback in AustralienStefan Weder am Motorrad in Austrlalien

Wer noch weitere Lieblingsländer von Reisebloggern – auch mit Familie – kennen lernen will, kann das auf der Blitzparade von WiraufReise.de nachlesen. Da sind neben „meinem“ Australien auch beispielsweise Südafrika, Kanada, die Philippinen oder Japan zu finden.

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Auswandern Australien, das wäre etwas. Fünf Mal war ich schon dort. Mit Wohnmobil, Campervan, Auto, Motorrad. Alleine und mit Familie. Australien mit 6inaVan und den Weder Jungs neu entdecken. Warum "Down Under" für uns und mich so speziell ist.

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