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„Alter, ich will wieder Ferien!“ So tönt es zur Zeit durchs Haus. Groß und Klein sind sich da im 6inaVan-Haushalt völlig einig. Ja, die Schule hat wieder Fahrt aufgenommen, Fernweh mischt sich mit Halsweh, Aufbruchsstimmung mit Umbruchstimmung. Und der liebe, gute Alltag hält uns in seinen Klauen. Wieder. Oder immer noch. Still war es auf diesem Blog deshalb in den letzten Wochen, sehr still. Viel zu still! Blogpause. Warum das so war und wie der Schulstart, der Herbst und ein paar Umbrüche unser Bloggen in die Schranken verwiesen haben, dazu hier ein paar persönliche Hintergründe.Franzisca in Radovljica mit Weihnachtsstimmung während der Blogpause

Schulstart bringt Blogpause

Jetzt ist es soweit. Kaspar, unser Größter der vierköpfigen Jungs-Bande, hat die magische Grenze der 10 überschritten. Er ist jetzt 11 und geht in die große Schule. Die, vor der sich ein Moped an das nächste reiht. Wo man sich gechillt beim Kiosk einen Schinken-Käsetoast kauft. Und wo auf einmal alle Mädchen bestimmt in einen verliebt sind – und gleichzeitig total nerven! Gymnasium.

Gymnasium heißt aber für Kaspar nicht nur neue Schule. Es heißt auch mehr Eigenverantwortung. Und noch mehr Selbständigkeit. Aber auch mehr Coolness, gestyltes Haar und lässige, kurze Antworten. Das Bedürfnis nach Kuscheln und Kümmern blitzt nur noch da und dort hervor. Dann aber heftig.

Seit dem Schulstart haben wir bei uns daheim den großen, internen „Wem wird am meisten Aufmerksamkeit gewidmet?“-Wettbewerb. Sieger sind aus Sicht der Großen natürlich immer die Kleinen. Julius, der „Zweite“ der fabelhaften Weder-Boys, sieht Kaspar weit vorne. Kaspar wiederum alle anderen. Eh klar.Blogpause und Kaspar im Onesie zu Hause auf dem Sofa nachdenklichUnd wir Eltern? Wir vermissen uns auch. Gegenseitig. Besonders die Zeit für und miteinander in diesem doch sehr dichten Alltag. Wir lernen viel – von und mit den Kindern. Und das hat vor allem in den ersten Schul- und Kindergarten-Wochen nach den großen Ferien enorm viel Zeit und Raum gebraucht. Der Blog musste sich in der Warteschlange hinten anstellen. Das bedeutet Blogpause.

Dauer-Rotz und Nacht-Gespenster

Das lustige Rotz-Nasen-Karussell, das mit Schul- und Kindergarten-Start in unserem Haus beginnt, das hatte ich ja schon erwartet. Immer schön reihum gingen die Infekte in den letzten Jahren. Das kennen wir. Haut uns nicht um. Dachten wir.

In diesem Herbst aber ist alles anders. Den Kindern geht es bis auf ein Hüsteln hier und ein Schnüpfchen da richtig gut. Nur Stefan und ich sind dauer-platt. Oktober und November waren zum Vergessen. Mit Spitzen-Husten-Zeiten, in denen sogar die schlimmste aller Maßnahmen getroffen werden musste: der jeweilige Ober-Keucher wurde aus dem Schlafzimmer verwiesen und auf das Gästebett ausquartiert.

Die Jungs hatten dies schnell spitz bekommen. Und ihre Chance gewittert. Die jeweils freie Bettseite im elterlichen Schlafzimmer war morgens stets wieder aufgefüllt. In unterschiedlichen Konstellationen. Mal mit nur einem, meistens mit zweien, manchmal sogar mit drei Jungs. Klarerweise früh morgens. Und damit meine ich „sehr früh“. An Schlaf war dabei kaum mehr zu denken. Auch das tat der Genesung Abbruch. An diesem Mangel an Frische und Energie knabbere ich noch heute.

Dabei wundere ich mich weniger über die robusten Jungs als darüber, warum die eigenen körperlichen und vor allem seelischen Batterien so leer sind. Irgendwie bricht gerade Vieles auf und um. Vieles bewegt uns, vor allem im Kopf. Mehr als uns manchmal lieb ist. Ich hätte nicht gedacht, dass es solche Auswirkungen hat. Dabei sind es nur Gedankenspiele. Gedankenspiele, selbst gemacht.

Wedersche Gedankenspiele

Wir müssen aus unserem Haus raus. Das ist allein eigentlich keine große Neuigkeit mehr. Unser Vermieter möchte sein – wie wir es liebevoll nennen – „kleines Hexenhäuschen“ in Klagenfurt wieder selbst bewohnen und daran (weiter)basteln. Alles total cool, total fair. Schließlich wissen wir schon lange davon.

Deadline für uns ist der Mai 2019. Dann sollen wir raus. Eigentlich. Denn vor kurzem bekamen wir netterweise ein zusätzliches zeitliches Polster von weiteren zwei Jahren eingeräumt. Also warum sorgen? Warum Gedankenspiele, wenn wir sowieso nicht auf der Straße stehen werden?Die Weders von 6inaVan beim Backen in der Küche in KlagenfurtDass wir rausmüssen aus dem Haus, dieser Gedanke begleitet uns nun schon eine gewisse Weile. Aufbruchsstimmung herrscht. Denn einfach innerhalb Klagenfurt umzuziehen wäre zu einfach, irgendwie nicht WederStyle. Wir nutzten und nutzen diesen immer näher rückenden Stichtag (obwohl es ja eigentlich keiner mehr ist), um weiter zu denken. Mit größeren Fragen als nur die Frage nach dem nächsten Dach: Wohin soll es gehen? Was ist für uns als Familie der nächste Schritt? In Klagenfurt bleiben, aus Klagenfurt raus, oder vielleicht ganz wo anders hin? Haus oder Wohnung? Mieten oder Kaufen? Alleine oder mit anderen?

Achterbahnfahrt im Kopf

Wir haben unseren Gedanken absolut freien Lauf gelassen. Zu frei, wie ich heute weiß. Ideen wurden gesponnen. Kleine und große. Vom Hauskauf und sesshaft werden in Kärnten bis hin zu alles verkaufen und ab auf Weltreise im Van. Vieles haben wir angedacht, genauso vieles wieder verworfen. Eine Achterbahnfahrt im Kopf. Mal total spannend und kribbelnd, mal Angst einflößend und bedrückend. Eine wirkliche Wedersche Lösung ist noch nicht in Sicht.

In diesen Gedankengängen hat uns auch der Blog und seine Rolle beschäftigt. Es herrschte Blogpause. Zu viel im Kopf und keine Lust zum Schreiben. Auch hier haben wir noch keine „Lösung“. Vielleicht auch, weil es kein konkretes Problem gibt. Wir sind ja eigentlich sehr happy. Weder rocks! Ganz egal wo und wie. Dennoch: Ein Umbruch ist eingeläutet.

Vom Umbruch zum AufbruchFranzisca auf einem Rentierschlitten in Radovljice bei Bled

Umbruch allein scheint zu wenig. Es ist vielmehr eine echte Aufbruchsstimmung, in der ich mich gerade befinde. Viele Dinge passieren. Und nach einem bescheidenen gesundheitlichen und emotionalen Herbst kommen peu a peu Erinnerungen und positive Energie zurück. Erinnerungen an eine tolle 6inaVan-Sommer-Tour in Tschechien beispielsweise, die wir hoffentlich bald verbloggen werden, wenn die Blogpause ein Ende hat. Erinnerungen an ein phänomenales Jubiläums-Wochenende zu zweit. Und Erinnerungen an anstrengende, aber tolle Konferenzen und neue, spannende Begegnungen.

Meine Gedanken haben eine positive Dynamik. Wohin es uns verschlägt wissen wir nicht. Doch das Jahr 2019 wird auf jeden Fall spannend. Für das Blog. Und für alle Weders. Für die Coolen wie die Kuschler.

 

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